Spartipp 29.9.2026
Richtig lüften im Winter: Energie sparen und Schimmel vermeiden
Stoßlüften statt Kippfenster, wie oft und wie lange, welche Luftfeuchtigkeit ideal ist – so lüftest du richtig, ohne Heizenergie zu verschwenden.
Lüften und Heizen gehören zusammen. Wer falsch lüftet, heizt buchstäblich zum Fenster hinaus – wer zu wenig lüftet, riskiert feuchte Wände und Schimmel. Mit ein paar Regeln bekommst du beides in den Griff.
Stoßlüften statt Kippfenster
Das Umweltbundesamt empfiehlt, mehrmals täglich die Fenster ganz zu öffnen und etwa fünf Minuten kräftig zu lüften. Ein dauerhaft gekipptes Fenster tauscht die Luft dagegen kaum aus, kühlt aber Wände und Fensterlaibungen aus. Das verschwendet Heizenergie und erhöht das Schimmelrisiko.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt:
- im Winter 3 bis 5 Minuten Stoßlüften,
- in der Übergangszeit 10 bis 20 Minuten,
- die Raumluft mindestens 3- bis 4-mal täglich komplett austauschen.
Noch wirksamer ist Querlüften: gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen.
So geht's richtig
- Thermostat am Heizkörper während des Lüftens herunterdrehen.
- Fenster ganz öffnen, idealerweise gegenüberliegende Fenster gleichzeitig.
- Nach wenigen Minuten wieder schließen und das Thermostat zurückstellen.
Welche Luftfeuchtigkeit ist gut?
- Die Verbraucherzentrale nennt eine relative Luftfeuchte von 40 bis 60 % bei etwa 18 bis 22 °C als angenehm und gesund.
- Das Umweltbundesamt rät für nicht oder schlecht gedämmte Wohnungen, im Winter im Normalfall unter 50 % zu bleiben.
- Liegt die Feuchte dauerhaft über 60 %, kann das laut Umweltbundesamt schon nach wenigen Tagen Schimmel begünstigen.
Ein Hygrometer kostet wenig und zeigt dir, wann Lüften nötig ist.
Nach dem Duschen, Kochen und Wäschetrocknen
Dabei entsteht besonders viel Feuchtigkeit. Lüfte direkt danach und halte die Tür zu den übrigen Räumen geschlossen, damit sich die Feuchte nicht in der Wohnung verteilt. Wäsche trocknest du am besten nicht in kühlen Schlafräumen.
Nicht zu stark auskühlen lassen
Kalte Räume sparen nur scheinbar: Kühlen Wände stark aus, schlägt sich Feuchtigkeit daran nieder. Laut Umweltbundesamt steigt das Schimmelrisiko deutlich, wenn Räume dauerhaft unter 16 bis 18 °C fallen. Die empfohlenen Raumtemperaturen helfen bei der Orientierung.
Was du jetzt tun kannst
Mach aus dem Kippfenster ein festes Lüftungsritual – morgens, mittags, abends. Das spart Heizenergie und damit auch CO₂-Kosten. Ob dein Vermieter seinen gesetzlichen Anteil daran korrekt übernimmt, prüfst du kostenlos mit heizfair.
- Umweltbundesamt: Richtiges Heizen schützt das Klima und den Geldbeutel
- Verbraucherzentrale: Heizen und Lüften – so geht's richtig
- Umweltbundesamt: FAQ Absenkung der Raumtemperatur in Herbst und Winter
Stand 29.9.2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
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