Spartipp 29.9.2026
Richtige Raumtemperatur: So stellst du Thermostat und Räume optimal ein
Wie warm sollten Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer sein? Was bedeuten die Stufen am Thermostat, und wie viel spart ein Grad weniger? Die Empfehlungen im Überblick.
Die Raumtemperatur ist der größte Hebel, den du als Mieterin oder Mieter beim Heizen selbst in der Hand hast. Schon ein Grad macht einen spürbaren Unterschied: Nach Angaben der Verbraucherzentrale spart jedes Grad weniger rund 6 % Energie.
Empfohlene Temperaturen je Raum
Das Umweltbundesamt empfiehlt:
| Raum | Empfehlung |
|---|---|
| Wohnräume | möglichst nicht mehr als 20 °C |
| Küche | 18 °C |
| Schlafzimmer | 17 °C |
Die Verbraucherzentrale nennt für das Schlafzimmer etwas höhere 18 °C. Wichtig ist vor allem: nicht mehr heizen als nötig – aber auch nicht zu wenig. Laut Umweltbundesamt steigt das Schimmelrisiko deutlich, wenn Räume dauerhaft unter 16 bis 18 °C fallen.
Was bedeuten die Zahlen am Thermostat?
Die Ziffern am Heizkörperthermostat stehen nicht für eine Heizleistung, sondern für eine Zieltemperatur. Das Ventil schließt, sobald der Raum sie erreicht hat. Als Orientierung nennt die Verbraucherzentrale:
| Stufe | ungefähre Raumtemperatur |
|---|---|
| 1 | 12 °C |
| 2 | 16 °C |
| 3 | 20 °C |
| 4 | 24 °C |
| 5 | 28 °C |
Je nach Modell weichen die Werte etwas ab. Daraus folgt ein häufiger Irrtum: Auf Stufe 5 wird der Raum nicht schneller warm, nur am Ende wärmer als nötig.
Tipps für den Alltag
- Stufe 3 als Standard für Wohnräume – das entspricht etwa 20 °C.
- Türen zu kühleren Räumen schließen, damit die Wärme bleibt, wo sie gebraucht wird.
- Nachts und bei Abwesenheit absenken, aber nicht auskühlen lassen. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Nachtabsenkung.
- Ein einfaches Thermometer hilft, das Gefühl mit der tatsächlichen Temperatur abzugleichen.
- Heizkörper frei halten: Möbel und Vorhänge davor stauen die Wärme. Weitere Spartipps findest du im Ratgeber.
Warum sich das doppelt lohnt
Weniger Verbrauch heißt weniger Gas oder Heizöl – und damit auch weniger CO₂-Kosten. Den gesetzlichen Anteil an den CO₂-Kosten muss dein Vermieter unabhängig davon tragen.
Was du jetzt tun kannst
Stell die Thermostate heute auf die empfohlenen Werte und beobachte eine Woche lang, ob es angenehm bleibt. Und wenn deine nächste Abrechnung kommt: Prüf kostenlos mit heizfair, ob dein Vermieter seinen Anteil an den CO₂-Kosten korrekt übernommen hat.
- Umweltbundesamt: Richtiges Heizen schützt das Klima und den Geldbeutel
- Verbraucherzentrale: Heizkosten sparen – Thermostat richtig einstellen und wechseln
- Umweltbundesamt: FAQ Absenkung der Raumtemperatur in Herbst und Winter
Stand 29.9.2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
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